Fachgebiet
Die Schulter ist ein komplexes Gelenk, das von vielen Muskeln, Sehnen und Bändern umgeben ist. Besonders wichtig für die Beweglichkeit ist die sogenannte Rotatorenmanschette, bestehend aus 4 Muskeln (Subscapularis, Supraspinatus, Infraspinatus, Teres Minor), welche mit ihren Sehnen den Oberarmkopf direkt umfassen. Mit zunehmendem Alter nützen die Sehnen ab, es können Auffaserungen – bis hin zu kompletten Rissen der Sehnen – entstehen. Davon zu unterscheiden sind die traumatischen Risse, welche schon bei jungen Patienten nach einem Unfall auftreten können. Je nach Rissgröße, Alter und Anspruch des Patienten bedarf es möglicherweise einer operativen Therapie, in gewissen Fällen sollte die OP möglichst zügig stattfinden, da ansonsten die Sehne nicht mehr an ihren ursprünglichen Ort fixiert werden kann.
Unser Schultergelenk hat im Gegensatz zu anderen Gelenken ein sehr hohes Bewegungsausmaß. Die große Bewegungsfreiheit hat den Nachteil, dass nicht selten Instabilitäten, wie Luxationen (Auskugelungen), auftreten können. Auch hier existieren neben konservativen Möglichkeiten auch operative Behandlungen.
Der Gelenkverschleiß kann auch die Schulter betreffen. Besonders betroffen sind Patienten mit einer rheumatischen Grunderkrankung, sowie Menschen nach jahrelanger schwerer Arbeit und solche mit bisher unentdeckten Instabilitäten. Zunächst wird versucht, mit Injektionen konservativ eine Linderung der Schmerzen zu erzielen. Bei therapieresistenten Beschwerden ist unter Umständen die Implantation eines Gelenkersatzes notwendig.
In meiner Ordination berate ich Sie gerne über die vorliegenden Krankheitsbilder und deren Behandlungsmöglichkeiten. Nahezu alle Operationen an der Schulter (Ausnahme Gelenkendoprothesen) werden von mir minimal-invasiv arthroskopisch mittels „Schlüsselloch-Chirurgie“ behandelt.
Meine langjährige operative Tätigkeit mit klarer Spezialisierung auf die Schulterchirurgie bildet die Grundlage meiner Arbeit. Über viele Jahre hinweg habe ich eine große Zahl unterschiedlichster Schulteroperationen durchgeführt – von arthroskopischen Eingriffen bei Sehnen- und Labrumläsionen über Stabilisierungseingriffe bis hin zu komplexen Rekonstruktionen und endoprothetischen Versorgungen. Die hohe Anzahl an jährlich durchgeführten Operationen gewährleistet ein hohes Maß an Routine, Präzision und eingespielten Abläufen im OP. Nebenbei behandle ich in meiner klinischen Tätigkeit auch weiterhin Verletzungen des gesamten Bewegungsapparates.
Diese Erfahrung ermöglicht es mir, auch anspruchsvolle Befunde differenziert zu beurteilen und individuell passende Lösungen zu entwickeln. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der sorgfältigen Indikationsstellung. Nicht jede strukturelle Veränderung erfordert eine Operation – entscheidend sind Beschwerden, Funktionseinschränkung, individuelle Belastungsanforderungen und die persönlichen Ziele meiner Patientinnen und Patienten.
Selbstverständlich biete ich auch eine unabhängige Zweitmeinung an. Gerade bei komplexen Befunden oder vor geplanten operativen Eingriffen schafft eine erneute fachärztliche Beurteilung zusätzliche Sicherheit. Dabei werden bestehende Diagnosen überprüft, Therapieoptionen verständlich erläutert und individuelle Fragen ausführlich besprochen.
Ebenso wichtig wie der Eingriff selbst ist ein durchdachtes Gesamtkonzept aus präziser Diagnostik, transparenter Aufklärung, moderner Operationstechnik und strukturierter Nachbehandlung. Regelmäßige Fortbildungen und der kontinuierliche fachliche Austausch sichern dabei den Einsatz zeitgemäßer Verfahren und Implantatsysteme auf aktuellem wissenschaftlichem Stand. Ziel ist stets eine nachhaltige Schmerzreduktion, die Wiederherstellung von Stabilität und Beweglichkeit sowie eine langfristig belastbare Schulter im Alltag, Beruf und Sport.
Die Schulter ist ein sehr komplexes Gelenk. Ein Schulterspezialist beschäftigt sich ausschließlich oder überwiegend mit Erkrankungen und Verletzungen des Schultergelenks. Durch diese Spezialisierung verfügt er über besondere Erfahrung in Diagnostik, konservativer Therapie und operativen Eingriffen an der Schulter. Gerade bei komplexen Beschwerden wie Rotatorenmanschettenrissen, Schulterinstabilität oder chronischen Schmerzen ist die gezielte Expertise entscheidend für ein optimales Behandlungsergebnis.
Typische Schulterprobleme sind:
Häufige Diagnosen sind:
Wenn die Beschwerden länger als 1–2 Wochen anhalten, nachts auftreten, sich verschlimmern oder nach einem Unfall entstanden sind, sollte eine fachärztliche Abklärung erfolgen. Je früher eine gezielte Therapie eingeleitet wird, desto besser sind die Heilungschancen.
Beim Ersttermin erfolgt:
Anschließend wird ein individueller Therapieplan erstellt – konservativ oder operativ.
Das hängt von der Diagnose ab:
Eine frühzeitige Therapie verkürzt meist die Gesamtdauer.
Die Rotatorenmanschette besteht aus vier Sehnen, die das Schultergelenk stabilisieren und für die Bewegung notwendig sind. Ein Riss kann durch Verschleiß oder Unfall entstehen. Kleine Risse können teilweise konservativ behandelt werden, größere oder funktionell relevante Risse sollten häufig operativ versorgt werden, um dauerhafte Kraftverluste zu vermeiden.
Beim Impingement kommt es zu einer schmerzhaften Einklemmung von Sehnen unter dem Schulterdach. Typisch sind Schmerzen beim seitlichen Anheben des Arms. Früh erkannt, lässt sich das Problem meist ohne Operation behandeln.
Bei einer Luxation springt der Oberarmkopf aus der Gelenkpfanne. Nach der Reposition wird die Stabilität geprüft. Bei wiederholten Luxationen oder bei jungen sportlich aktiven Patienten kann eine operative Stabilisierung sinnvoll sein.
Ja, in meiner Ordination in 1060 Wien erfolgt eine umfassende Behandlung. Eine gezielte Abklärung durch einen erfahrenen Schulterspezialisten ermöglicht eine individuelle und moderne Behandlung.
Schulterschmerzen gehören zu den häufigsten Beschwerden am Bewegungsapparat. Das liegt vor allem daran, dass das Schultergelenk das beweglichste Gelenk des Körpers ist. Es ermöglicht komplexe Bewegungen in nahezu alle Richtungen – und ist dadurch zugleich anfälliger für Überlastungen, Verschleiß und Verletzungen.
Im Alltag wird die Schulter ständig beansprucht: bei Überkopfarbeiten, sportlichen Aktivitäten oder auch bei überwiegend sitzender Tätigkeit mit einseitiger Belastung. Hinzu kommt, dass Muskeln, Sehnen, Schleimbeutel und Gelenkstrukturen auf engem Raum zusammenarbeiten. Bereits geringe Reizungen oder Fehlbelastungen können hier zu Schmerzen führen.
Mit zunehmendem Alter spielen zudem degenerative Veränderungen wie Sehnenverschleiß oder Gelenkabnutzung eine Rolle. Eine frühzeitige Abklärung hilft, chronische Verläufe zu vermeiden und eine gezielte Behandlung einzuleiten.
Nein. In vielen Fällen kann eine Operation vermieden werden. Konservative Maßnahmen wie Physiotherapie, Infiltrationen, Stoßwelle oder gezieltes Muskeltraining führen häufig zu einer deutlichen Verbesserung. Eine Operation wird nur empfohlen, wenn strukturelle Schäden vorliegen oder konservative Therapie nicht ausreichend hilft.
Je nach Eingriff:
Die Dauer hängt vom individuellen Heilungsverlauf ab.
Die Physiotherapie beginnt meist kurz nach dem Eingriff. Der vollständige Wiederaufbau der Beweglichkeit und Kraft kann 3–6 Monate dauern.
In den meisten Fällen ja. Der Zeitpunkt hängt von der Art der Operation ab. Kontaktsportarten oder Überkopfsportarten benötigen längere Rehabilitationszeiten.
Grundsätzlich steht – wann immer medizinisch vertretbar – die konservative Therapie im Vordergrund. Dazu zählen gezielte Physiotherapie, entzündungshemmende Medikamente sowie Injektionen mit ACP/PRP, Stoßwellenbehandlung. Ziel ist es, Schmerzen zu reduzieren, die Beweglichkeit zu verbessern und muskuläre Dysbalancen auszugleichen.
Eine operative Behandlung wird dann empfohlen, wenn relevante strukturelle Schäden wie Sehnenrisse, ausgeprägte Instabilitäten oder fortgeschrittener Gelenkverschleiß (Schulterarthrose) vorliegen oder wenn konsequente konservative Maßnahmen keine ausreichende Besserung bringen. Die Entscheidung erfolgt individuell unter Berücksichtigung von Beschwerden, Funktionsanspruch, Alter und Aktivitätsniveau.